Botox und seine Wirkung - Mit Spasmus leben!

Alle Menschen können durch Sauerstoffmangel zum Spastiker werden

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Wirkungsvolle Spritze
Erstmalig erfuhr ich im MDR-Vorabendprogramm von einem toxischen Stoff, den man bereits in der Kosmetikindustrie zur “Faltenglättung” einsetzt.
Botox ein Wundermittel ohne Nebenwirkung?
Ein Wundermittel ist es mit Sicherheit nicht, dafür aber Hochwirksam.
Ich sprach mit meiner Physiotherapeutin, ob sie diese Methode kenne und was sie davon hält.
Schließlich meldete ich mich schriftlich zur Voruntersuchung an. Nach jetz zweijähriger Behandlung kann ich das “Spritzen mit Botox” auf alle Fälle nur empfehlen.
Behandlung der Spastik mit Botulinumtoxin
Indikationen

Wichtigste Voraussetzung für die Behandlung mit Botulinumtoxin ist eine umschriebene, fokale spastische Tonuserhöhung, da wegen eventueller systemischer Nebenwirkungen bei sehr hohen Dosen und aus Kostengründen nur eine begrenzte Anzahl von Muskeln injiziert werden können.
Eine Hemi- oder Tetraparese stellt jedoch keine Kontraindikation dar, solange ein fokales Problem, z. B. eine Adduktorenspastik oder eine Spitzfußbildung vorliegen.
Botulinumtoxin A ist im Erwachsenenalter in Deutschland nur zur Behandlung des Handgelenkes nach Schlaganfall für das Präparat der Firma Merz zugelassen.
Der Einsatz bei anderen Indikationen erfolgt im Rahmen eines Heilversuches. Deshalb und wegen der hohen Medikamentenkosten sollte zuerst eine Behandlung mit oralen Antispastika erfolgen. Bei ausbleibendem Effekt bzw. bei nicht zu tolerierenden Nebenwirkungen ist eine Botulinumtoxinbehandlung in Betracht zu ziehen.
Ziele der Botulinumtoxinbehandlung sind in erster Linie eine Erleichterung der Pflege, eine Schmerzlinderung und die Prophylaxe von Hautinfektionen und von Subluxationen, die durch schwere Gelenkfehlstellungen hervorgerufen werden können. Eine Verbesserung der Funktion kann nur selten und nur bei ausreichender Kraftentfaltung der Antagonisten erreicht werden. Wünschenswert ist eine begleitende ambulante Physiotherapie, da die Aufnahme des Toxins in die Synapsen durch Muskelaktivität gefördert werden soll.
Bisherige Behandlungsergebnisse
Botulinumtoxin wird seit mehr als 10 Jahren zur Behandlung der Spastik eingesetzt. Die Wirksamkeit wurde in einer Vielzahl von Studien systematisch untersucht und belegt.
Für alle Indikationen konnte übereinstimmend eine Abnahme des Muskeltonus, eine Verbesserung des passiven und aktiven Bewegungsumfanges und eine Schmerzlinderung gezeigt werden. Durch die Behandlung der Adduktorenspastik kam es zu einer signifikanten Pflegeerleichterung für das Personal. Die Behandlung der Fingerbeuger führte zu einem deutlichen Nachlassen des "Einkrallens" der Finger und damit zu einer Verbesserung der hygienischen Verhältnisse der Handfläche (Abnahme der Pilzinfektionen und des damit einhergehendem üblen Geruchs).
Ein echter funktioneller Gewinn konnte nur im Bereich der unteren Extremitäten bei einem Teil der Patienten erreicht werden (Wiedererlangung der Gehfähigkeit und Verbesserung des Gangbildes).
Es gibt Hinweise dafür, dass die Dauer, nicht die Schwere der Spastik Einfluss auf den Therapieerfolg hat. Eine systematische Untersuchung der das Therapieergebnis beeinflussen Faktoren könnte für die Indikationsstellung zur Behandlung mit Botulinumtoxin hilfreich sein.
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