Spastik - Mit Spasmus leben!

Alle Menschen können durch Sauerstoffmangel zum Spastiker werden

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Die untershiedlichen Arten der Spastik

Spastizität  ist eine nicht kontrollierbare Muskelverkrampfung in den Gliedmaßen, die Schmerzen verursachen kann und die normale Bewegung stark beeinträchtigt.
Die Ursache dafür ist eine gestörte Weiterleitung vom Rückenmark zum Gehirn. Gesendete Singnale erreichen das Gehirn in bruchstückhafter Form, wie zum Beispiel nach Schlaganfällen oder akutem Sauerstoffmangel. Eine Spastik bildet sich häufig schlecht bzw. überhaupt nicht zurück.

Stellen Sie sich vor, Sie würden eine steile Leiter besteigen, bei der jede zweite, dritte oder gar vierte Sprosse fehlt. Sie müssen aber ganz nach oben, um ein Leben zu retten. Es kostet Sie eine erhebliche Kraftanstrengung, um das gesteckte erreichen zu können.

Vier unterschiedliche Ausprägung der Spastik gibt es:

Monospastik: eine spastische Lähmung einer Extremität
                     
Paraspastik: eine spastische Lähmung beider Beine
                    
Hemispastik eine spastische Lähmung der Extremitäten einer Körperhälfte
                    
Tetraspastik bzw. spastische Tetraparese: hier sind alle vier Extremitäten spastisch gelähmt; daneben können auch Hals- und Rumpfmuskulatur betroffen sein
                   
Symptome der Spastik können zum Beispiel sein:

Steifheit
Spastik verursacht eine erhöhte Muskelsteifheit (Muskeltonus), die sich durch Bewegungen des Armes von außen, z. B. im Rahmen der Physiotherapie besonders zeigt. Steifheit (Tonuserhöhung) kann zusätzlich zur Lähmung die Kontrolle der Finger behindern. Meist betrifft die Steifheit das Gehen. Bei manchen Patienten kann sie jedoch auch als "Krücke" zu einem funktionierenden Bein trotz einer bestehenden Lähmung beitragen. Bei solchen Patienten wäre die Behandlung und Verminderung der spastisch bedingten Steifheit nicht sinnvoll.

Schmerzen
Länger anhaltende Muskelverkrampfungen können schmerzende Spasmen verursachen. Der Schmerz kann ähnlich intensiv wie bei einem Krampf auftreten, den auch ein gesunder Muskel haben kann. Die Schmerzen können durch einfache Bewegungen, Hautreize oder durch eine volle oder entzündete Blase ausgelöst werden.

Klonus
Unter Klonus versteht man eine Serie unwillkürlicher rhythmischer Muskelzuckungen mit zwischenzeitlicher Entspannung der Muskeln, die dann eine nicht kontrollierbare Bewegung für die Dauer der Muskeldehnung verursachen.
Spastische Spinalparalyse

Die  spastische Spinalparalyse wurde vom deutschen Neurologen Struempell  erstmals im Jahre 1880 anhand eines Brüderpaares beschrieben und zum  späteren Zeitpunkt von Lorrain ausführlicher diskutiert.
Deshalb wird sie auch oft als Struempell-Lorrain-Syndrom sogar in der angloamerikanischen Fachliteratur bezeichnet.

Ungefähr  zwei bis zehn von einhunderttausend Personen leiden unter dieser  Krankheitsgruppe. Die spastische Spinalparalyse ist nämlich keine  einzelne Erkrankung, sondern stellt eine Gruppe von genetisch und  klinisch unterschiedlichen Erkrankungen dar. Sie sind charakterisiert  durch eine spastische Steifigkeit der Muskulatur zum Beispiel der Beine.

In  den letzten Jahren wurde eine Reihe von Genen entdeckt, die mit der  Krankheit verbunden sind. Bei einigen Formen ist sogar das Produkt,  welches durch das Gen produziert wird, bekannt. Durch diese Entdeckung  gibt es berechtigte Hoffnung, die Abläufe, die zum der Erkrankung  führen, besser zu verstehen und das Fortschreiten der Erkrankung eines  Tages zuverlässig Auftreten beenden zu können.
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