Wertschätzung - Mit Spasmus leben!

Alle Menschen können durch Sauerstoffmangel zum Spastiker werden

Direkt zum Seiteninhalt
Hinsehen statt Wegschauen
Behinderung ist nicht nur die Sache eines Einzelnen, sondern sie wird erst zum  Hemmnis, weil eine Mehrheit der Gesellschaft für sich und andere eine Norm bestimmt hat.
Aus dieser Willkürlichkeit fallen Menschen aufgrund von Defekten heraus, weil sie in keinster Weise dem standardisierten Muster der Gesellschaft entsprechen können.
Klarstellen möchte ich, dass ein Handikap nicht mit Pauschalzuordnungen, verbunden hinsichtlich bestimmter Eigenschaften (z. B. Spastiker = geistig behindert), abgetan werden kann.
Wenn wir von Menschen mit angeborenen oder erworbenen Einschränkungen reden, müssen wir uns vor Augen halten, dass es sich um Individuen handelt, die aufgrund persönlicher Anlagen, der Lebensbedingungen, ihrer Sozialisation und der jeweiligen Ausprägung der Behinderung ganz unterschiedliche Fähigkeiten und Probleme haben.
Die Ursachen für eine Beeinträchtigung können unterschiedlicher kaum sein. Jeden von uns kann es tagtäglich treffen, dass wir durch einen Verkehrsunfall oder eine schwere Krankheit (zum Beispiel einer verschleppte Grippe) von einem bleibenden Handikap bedroht werden.
Für Betroffene bedeutet das immer eine dramatische Umstellung ihres bisherigen Lebenswandels.
Echte Freundschaften bleiben und verfestigen sich. Bestehende Ehen und Lebensgemeinschaften werden auf Standfestigkeit und Zusammenhalt hin geprüft.
Das Problem der Akzeptanz einer erworbenen Behinderung ist anders, als bei einer angeborenen Störung. Hier sind der Natur oder dem Menschen schwer  wiegende Fehler unterlaufen. Umweltgifte oder sorgloses Verhalten der werdenden Mutter (Genuss von Alkohol, Nikotin, Heroin oder anderen Designerdrogen) begünstigen das Entstehen bleibender Schädigungen während der Schwangerschaft. Komplettiert wird die Palette durch Defekte in den Genanlagen.
Ein Handikap von Geburt an wird für den Betroffenen zum Alltag, somit zur Normalität. Viele Beeinträchtigungen lassen sich durch Training oder Hilfsmittel kompensieren. Nicht ausgleichen lässt sich pauschalierte Ablehnung von behinderten Menschen, weil „Vorurteile" vorbehaltlos Verwendung finden und nicht auf ihren Gehalt hin geprüft werden.
Die Sichtweise auf Menschen mit Handikaps müssen wir umkehren hin zur Wertschätzung als Individuum. Zuerst steht der Mensch im Mittelpunkt, danach kommt erst seine Besonderheit, das Handikap.
Auf diesen Aspekt kommt deshalb äußerste Bedeutung zu, damit der Mensch sich nicht selbst zum Kostenfaktor verkommen lässt.
Plischie´s Welt
Du bist Besucher:
Zurück zum Seiteninhalt